Die Sage von St. Anna am Freudenstein

© Marionettentheater Dombrowsky

Vor rund 500 Jahren herrschte emsiges Treiben im Erzgebirge. Das Berggeschrei der reichen Silberfunde aber auch das Versiegen von Silberadern brachten Wohlstand und Not.
Die Magd Anna führt ihre Ziege im Wald zum füttern, dort trifft sie sich auch mit ihrem Verlobten Veit, der als tüchtiger Bergmann über wenig Erz im harten Fels klagt und die Schuld dem Berggeist zuweist. Anna jedoch glaubt nicht an einen bösen Berggeist. Als die alte Bergmannswitwe Maria beim Holzsammeln stürzt, bekommt sie von Anna und Kasper, dem Jägerburschen, Hilfe. Der Berggeist erscheint Anna und gibt ihr guten Rat zum Glück.Anna findet eine Silberstufe und erwirkt beim Bergmeister das Schurfrecht für Veit. Die Fundstelle am Freudenstein bei Zschorlau bringt reiche Ausbeute. Veit will immer schneller voran um bald reich zu werden und Anna heiraten zu können. Allen Ermahnungen von Anna und Kasper zum Trotz vernachlässigt er die Sicherungsarbeiten im Stollen und setzt zu alledem noch Feuer um das Gestein mürbe zu machen. Es kommt zum Unglück. Doch der Berggeist bringt Anna ein zweites Mal Glück.Die Sage sagt, so habe die Entstehung des Berwerkes „St. Anna am Freudenstein nebst Troster Stolln“ um 1500 begonnen. Heute ist diese Berbauanlage ein beliebtes Besucherbergwerk in Zschorlau und die dabei befindliche Quarzhöhle ein romantischer Sommertheaterspielort.